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Schambach (Kipfenberg), Mühlenstr. 4, „Lohmühle“

Jurahaus, Schambach,KipfenbergUm das Jahr 1000 soll der Sage nach eine Magd der Lohmühle in einer nahen Quelle eine Monstranz mit einem Kreuzpartikel gefunden haben, wodurch die Wallfahrt nach Schambach begründet wurde. Das Wasser wird als heilbringend für Augenleiden angesehen.
Die Mühle wird erstmals 1545 und im Folgenden wiederholt erwähnt. Das Mahlwerk der Mühle ist allerdings schon lange demontiert.
„Lohmühle“ besagt, dass in früheren Zeiten in der Mühle Fichten- bzw. Eichenrinde zur Lohe für die Gerber gemahlen wurde.
Aus dem „Geographisches Lexikon von Franken“ von 1799-1804: „Lohemuehle, Eichstättische, zum Pfleg= und Kastenamt Kipfenberg gehoerige, zwischen Arnsberg und Gungolding im Schambacher Thale … hinein gelegene und zwar die vierte Mahlmühle an der Schambach hinauf.“
Kein Eintrag in der Denkmalliste

Quellen: https:// de.wikipedia.org/wiki/Arnsberger_Schambachtal;  „Geographisches Lexikon von Franken“, in: http://franconica.uni-wuerzburg.de/ub/ topographia-franconiae/ bundschuh/bundschuhcover.html
Foto KS, 10/2015

Schambach (Riedenburg)

Ehem. Pfarrhof; Wohnhaus, unregelmäßige Vierflügelanlage mit geschlossenem Innenhof, zweigeschossiger Walmdachbau mit hohem Kniestock und Kalkplattendach, Aufzugsgaube und Korbbogenportal nach Norden, erbaut 1712 (vermutlich aus der Werkstatt von Gabriel de Gabrieli; Vorgängerbau bis ins 10.Jhdt zurückgehend); gedeckter Brückengang zwischen Pfarrhof und Kirche;
Ehem. Pfarrstadel, zweigeschossiger massiver Bau mit Kalkplattendach, z.T.Holzständerwerk, verbrettert, 18./19. Jh.;
Stall, eingeschossiger Massivbau mit Kniestock, Kalkplattendach und Putzgliederungen, wohl 18. Jh.; Hofmauer, mit Tordurchfahrt undNebeneingang, wohl 18. Jahrhundert.

Idyllisch gelegen, umfasst das Kirchdorf Schambach die barocke Wallfahrtskirche „Mariä Heimsuchung“, den ebenfalls barocken Pfarrhof, das Lehrerhaus und die ehem. Schule. Das Ensemble liegt außerhalb von Riedenburg in Einödlage im Schambachtal. Die Kirche, eine romanische Chorturmanlage, zählt zu den Urpfarreien des Gebiets. Der 1712 unter Pfarrer Johann Baptist Neumair neu erbaute Pfarrhof besitzt zusammen mit seinen Wirtschaftsgebäuden den Charakter eines stattlichen Gutshofes. Der Pfarrhof selbst ist ein rechteckiger, dreigeschossiger Bau mit Innenhof. Hier finden sich auf drei Seiten Arkaden im Erdgeschoß und im ersten Stockwerk auf viereckigen Pfeilern; jetzt größtenteils zugesetzt. Die ganze Anlage, die Baudetails, sowie auch die auffallend flachen Dächer weisen auf einen italienischen Baumeister.

Aus den Erinnerungen an Schambach von Pfarrer Albert Mandl:

Durch saftige Wiesen sich schlängelt
Die Schambach … an Forellen reich.
Drinn´ spiegelt sich riesig das Pfarrhaus
Uraltem Klosterbau gleich.

Lit: „Das Jurahaus – Ein Bild von einem Haus“, S. 130+156/157; Magazin „Das Jurahaus“, Nr.4, S. 18;
Quellen: G. Winbeck; Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Regierungsbezirk Niederbayern, Kelheim, Riedenburg in: https://archive.org/stream/bezirksamtbeiln00madegoog/ Bezirksamt beiln00madegoog_djvu.txt
Fotos: Winbeck 07/2015

Schamhaupten, Neustädter Str. 8

Jurahaus Schamhaupten Bauernhaus: Ehemalige Mühle, zweigeschossiger Massivbau mit Kalkplattendach, Giebelprofilen und Ochsenaugen-Lüftungsöffnungen; erbaut Ende 17./Anfang 18. Jh.
Stadel: erdgeschossiger Bruchsteinbau mit Kniestock und Kalkplattendach sowie gewölbten Stalleinbauten, nach Mitte 19. Jh., im Kern älter.

Quelle: Denkmalliste des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, Altmannstein
Fotos Dr. Ruthrof

Schernfeld, Kirchstraße 18

Jurahaus Eichstätt SchernfeldGeschlossener Vierseithof, 18./19. Jh.;
Wohnhaus, breitgelagerter massiver erdgeschossiger Satteldachbau mit Fachwerkkniestock, 1. Hälfte 18. Jh., im Kern älter (dendro-dat. 1468, 1606); nordöstlich angeschlossenes Austragshaus, zweigeschossiger schmaler Satteldachbau, mit Kalkplatten, um 1850;
westlich angeschlossener ehem. Rossstall, zweigeschossiger Flachsatteldachbau mit Kalkplatten, um 1860/70; südöstlich ehem. Schweinestall, zweigeschossiger Satteldachbau, mit Kalkplatten, um Mitte 19. Jh.; südlich 1606 (dendro.dat.) und westlich (um Mitte 19. Jh.) zwei massive Stallgebäude, Satteldachbauten, mit Kalkplatten;

Hexenverfolgung im Hochstift Eichstätt
Während der Regierungszeit des Fürstbischofs Johann Christoph von Westerstetten, der u.a. auch die Jesuiten nach Eichstätt berief und die Schutzengelkirche erbauen ließ, erreichte die Hexenverfolgung im Hochstift Eichstätt einen Grauen erregenden Höhepunkt. Die Hauptphase der Verfolgung begann 1617 und dauerte bis 1630. In diesen 14 Jahren sind mindestens 167 Hinrichtungen von 141 Frauen und 26 Männern wegen Hexerei nachweisbar. Für den 26. Jan. 1618 wird auch nach 63 Tagen Haft und Folter über die Hinrichtung der 62jährigen Katharina Stroblin aus Schernfeld berichtet.

Quellen: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege Oberbayern Eichstätt Schernfeld;  https://de.wikipedia.org/wiki/Hexenverfolgung_im_Hochstift_Eichst%C3%A4tt; https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Christoph_von_Westerstetten;

Fotos KS 10/2013

Suffersheim, Langentaler Str. 23

Jurahaus, Weißenburg, SuffersheimBrauereigasthof „Gasthaus Adler“, zweigeschossiges giebelständiges Gebäude mit Flachsatteldach, in Jura-Bauweise, bez. 1801.
In Suffersheim trifft man noch eine ganze Reihe von Häusern im typischen Jurahaus-Stil an, teilweise noch mit Kalkplattendach aus dem 18. und frühen 19. Jahrhundert; sie sind zum Teil in die Bayerische Denkmalliste eingetragen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Suffersheim; Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege Regierungsbezirk MittelfrankenWeißenburg-Gunzenhausen Weißenburg i.Bay.
Foto KS 07/2013